Dinslaken, 13.02.2020. Am Donnerstag diente Bischof Michael Eberle der Gemeinde Dinslaken. Zu diesem Gottesdienst waren auch die alleinlebenden Geschwister und die Nachbargemeinde Dinslaken-Hiesfeld eingeladen.
Als Grundlage des Gottesdienstes diente ein Bibelwort aus Römer 8, 15: Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!
Bischof Eberle führte aus: "Der Heiland sorgt für uns, und wir vertrauen ihm fest. Gott liebt uns und sorgt für unsere Zubereitung als Braut Christi. Verlorengegangenes und Fehler will er wieder in Ordnung bringen."
Gottes Knecht oder Gottes Kind
Maßgebend sei, welcher Geist uns antreibe. Gott gäbe uns nicht einen Knechtschaftsgeist der Furcht und Angst, sondern einen Kindschaftsgeist der Kraft, Liebe und Besonnenheit, erklärte Bischof Eberle. David bewies im Kampf gegen Goliath absolutes Gottvertrauen, keine Furcht. Auch Noah vertraute, trotz Unverständnis, auf Gott und wurde dadurch errettet. Abraham folgte, im Vertrauen auf Gott, der Aufforderung zum Auszug aus seiner Umgebung in ein nicht genanntes Land. "Würden wir das ohne Fragen tun?", stellte der Bischof die Frage in den Raum. Der von Gott gegebene Geist der Kindschaft habe keine zerstörende Kraft, sondern die Kraft der Liebe.
Gottes Gebote halten: aus Angst oder aus Liebe zu Gott
Knechtischer Geist, unter den damaligen Verhältnissen, beschreibe auch das Verhältnis von Herr und Sklave. Wir seien Kinder Gottes, nicht Knechte oder Sklaven, die keine Rechte hätten, führte Bischof Eberle weiter aus. Wenn der Heilige Geist, der Geist der Kindschaft die Gläubigen treibe, liebten sie Gott, sein Werk, Bruder, Schwester und seine Gottesdienste. Christus, der alle Menschen frei machen wolle, dürfe erwarten, dass sie sich ihm zuwenden, wie er es selbst getan hat. Unter dem mosaischen Gesetz erfüllten die Menschen die Gebote Gottes aus Angst vor Konsequenzen; seine Kinder täten es aber aus Liebe. "Aus Liebe lassen wir, was Gott oder dem Anderen weh tun könnte und dienen gern.", beendete der Bischof seine Predigt.
Bez. Ev. Preuten unterstrich in seiner Predigtzugabe die Punkte: Kraft, Liebe und Besonnenheit, die die Christen nach Gottes Willen handeln lasse.
Bez. Ält. Follmann fragte: "Wie ist das Verhältnis zu unserem Gott? Wir sind seine Kinder. Vertrauen wir ihm grenzenlos und folgen seinen Geboten, sorgen für den Nächsten wie Gott für uns? Wenn der Kindschaftsgeist uns treibt handeln wir entsprechend."
13. Februar 2020
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