Dorsten, 18.06.2023. Heute sollte ein Baby die Heilige Wassertaufe empfangen. 103 Gottesdienstteilnehmer waren zugegen, darunter viele Gäste. Außerdem verfolgten 35 Teilnehmer den Gottesdienst und die Taufe per Telefon oder IPTV.
Als Grundlage der Predigt diente das Bibelwort aus Matthäus 16, 18: Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.
Sonntag, ein Ruhetag
Der Chor trug das Lied „Meine Seele ist stille zu Gott“ vor, worauf Evangelist Bublitz gleich einging und daran erinnerte, dass Sonntag ein Ruhetag der Seele sei, ein Tag, den der treue Gott eingerichtet, schon in die Schöpfung hineingelegt habe. Es sei auch ein Tag, an dem geruht werden könne, vielleicht zum Ausschlafen, das wäre das eine, vielleicht um Sport zu machen, das wäre das andere.
"Aber eigentlich ist es ein Ruhetag, an dem gesagt werden kann, denk einmal darüber nach: Wer bist du? Wo willst du hin? Was ist das, was du in deinem Leben erlebst? Es gibt doch mehr, als nur das Natürliche", erklärte der Evangelist.
Wie still ist es im Herzen
Wie viel Ruhe sei nun eingekehrt, nach dem Alltag, je nach Rahmenbedingungen? Das Bibelwort sage aus: Christus habe die Kirche gegründet! Was aber ist Kirche? Nur ein Rahmen, ein Tempel oder ist sie das, was in ihr erlebt wird? Etwas Großes kann durch das Felsenamt erlebt werden. Petrus war Fischer, kein Geistlicher. Er, der dem Soldaten das Ohr abschlug, der Jesus verleugnete. Gott habe ihn dennoch auserwählt. Warum? „Hast du mich lieb?“, wurde er dreimal gefragt. Und Petrus antworte dreimal „Ja“. Das sah der Herr. Was sei also die Aufgabe eines Christen? Was nähme er davon heute an? Hast du mich lieb? Wie geht er mit dieser Liebe um, wie zeigt er heute, dass es Wichtigeres gibt?
Die Heilige Wassertaufe
Vor der Segenshandlung wurde das Wunschlied „Ins Wasser fällt ein Stein“ als Sologesang mit Klavierbegleitung vorgetragen.
Ev. Bublitz empfing die kleine Familie vor dem Altar mit dem Bibelwort aus Sprüche 14, 26: "Wer den Herrn fürchtet, der hat eine sichere Festung, und auch seine Kinder werden beschirmt. "
Wer den Herrn fürchtet, hätte eine Festung, die schütze, wiederholte der Evangelist und zählte dabei drei Häuser auf, die der Täufling durchlaufen würde. Zuerst das Elternhaus, indem er sich wohl und behütet fühlen solle, dann das Schulhaus, die Ausbildung, wo er lernen würde, in dieser Welt zurechtzukommen. Das wichtigste Haus sei aber das Gotteshaus. Hier solle er ein Bethanien erleben dürfen. "Lasst ihn Zuhause das Beten lernen, damit das Gotteshaus auch zu seiner Lust und Freude wird. Ihr werdet euer Kind in allen drei Häusern begleiten, damit es sich sicher und geborgen fühlen kann.", beendete der Evangelist seine Ansprache an die Eltern.
Nach der Heiligen Wassertaufe folgten das Heilige Abendmahl sowie das Abschlussgebet mit trinitarischem Segen. Gäste und Gemeindemitglieder gratulierten anschließend der kleinen Familie.
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