Dorsten, 23.11.2025. Am heutigen Sonntag bekamen Ursula und Erich Jakaytis den Segen zu ihrer Eisernen Hochzeit gespendet. Der Bezirksvorsteher Evangelist Daniel Ansorge kam in die Gemeinde, um die Segenshandlung durchzuführen. Es waren 89 Gottesdienstteilnehmer vor Ort, 19 per IPTV und sieben per Telefon angeschlossen.
Als Grundlage zu diesem Festgottesdienst diente das Bibelwort aus der Offenbarung 21, 3, 4: „Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe, siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste, das ist vergangen.“
Nach dem Chorlied „Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort, wo du stehst, ist heilig“ begrüßte Evangelist Daniel Ansorge das Jubelpaar und die Gemeinde recht herzlich zu diesem besonderen Gottesdienst. Der Bezirksvorsteher führte aus, dass die Gemeinde heute erlebe, wie zwei Menschen auch nach 65 Jahren ein besonderes Herzensanliegen haben: in das Haus Gottes zu kommen, um seinen Segen in ihrem Leben zu bekommen, seine Begleitung und all seine Liebe zu erfahren. Gleichermaßen erlebe die Gemeinde einen Gottesdienst, wo Gott im Heiligen Geist für alle wirksam sei, sich jedem ganz persönlich zuwenden und jedem seine Liebe zusprechen möchte.
Das Lied, das die Sänger gerade allen entgegenbrachten, zeuge davon, dass hier die Begegnungsstätte mit Gott und der Ort sei, der heilig ist. Das Bild beschreibe auch die geistliche Haltung, die die Gemeinde einnehme vor Gott. Hier begegne sie Gott unter Wort, Gnade und Sakrament am Altar. Auch er wolle sich seiner Gemeinde wieder offenbaren. Diese innere Haltung der Gemeinde beschreibe, dass sie das, was sie mitgebracht habe, an Freude, Lobpreis, aber auch an mancherlei Sorge, Traurigkeit und Not nun in die Hände Gottes legen dürfe, voller Vertrauen: Er wird helfen, begleiten, er wird es wohl machen. Sie könne sich im Inneren darauf besinnen, worum es gehe in ihrem Glauben.
Bilder und Gleichnisse
Jesus Christus habe zu seinen Lebzeiten, ob in der Bergpredigt oder in seinen Abschiedsreden, in der Begegnung mit den Menschen immer wieder das Wesen Gottes offenbart: dass Gott nicht der Strafende sei, sondern die Liebe, die Barmherzigkeit, die den Menschen erretten will und ihn in die ewige Gemeinschaft Gottes zurückführen möchte. Er hat sich dabei verschiedener Bilder und Gleichnisse bedient. Damals wie heute haben nicht alle Menschen verstanden, was Jesus Christus ihnen versprach, auch dass er wiederkommen werde. Und er werde schauen, ob er Glauben finde: Habe sich der Mensch für das Ziel vorbereiten lassen? Er liebe alle Menschen, möchte allen Menschen das Heil bringen, damit Gott unter ihnen wohnen kann.
Segen zur Eisernern Hochzeit
Nach der Predigtzugabe des Evangelisten Klaus Bublitz und der Feier des Heiligen Abendmahls setzte sich der Bezirksvorsteher Ansorge zu dem Ehepaar, Ursula und Erich Jakaytis, vor den Altar. Beide hatten sich zur Segensspendung das Lied „Anbetung will ich, Herr, dir bringen“ gewünscht. Das Bibelwort, welches das Jubelpaar in die Zukunft begleiten soll, sei eine schöne Antwort auf diesen Musikwunsch. Es kommt aus dem 1. Buch Samuel 7,12: „Da nahm Samuel einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Schen auf und nannte ihn »Eben-Eser« und sprach: ‘Bis hierher hat uns der HERR geholfen‘.“
Evangelist Daniel Ansorge erklärte, dass »Eben-Eser« ein besonderer Name des Steins sei, der wörtlich übersetzt heißt: Stein der Hilfe. Dieser Stein ist Jesus Christus im Leben des Paares gewesen, auf den es immer bauen konnte. Der Glaube hat das Paar stets bestärkt und in schweren Zeiten immer wieder zusammengefügt. Er ließ das Paar immer wieder aufschauen auf die Hilfe und die Treue Gottes. Dieser Stein als Grundfeste werde auch in Zukunft in ihrem Leben sein, denn der Herr hört nicht auf zu helfen.
Mit Gebet und Segen beendete Evangelist Ansorge den Gottesdienst. Im Anschluss daran nutzten viele Gottesdienstteilnehmer, darunter auch viele Angehörige und Freunde die Gelegenheit, ihre Glück- und Segenswünsche zu übermitteln.
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