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Traugottesdienst in Hiesfeld

 

Dinslaken-Hiesfeld, 15.05.2026. Einen besonderen Freitag erlebten etwas mehr als 100 Gottesdienstteilnehmer. Diakonin Sandy Janine Nitsch, geb. Rausch, und Diakon Manuel Nitsch erhielten den Trausegen zu Ihrer grünen Hochzeit. Ihr Freund, Priester Tobias Seiderer, spendete den Trausegen im Beisein Ihrer Eltern, Geschwister, Verwandten und des großen Freundeskreises sowie vielen Gemeindemitgliedern.

Sandy war Mitte des Jahr 2024 aus Bochum nach Dinslaken gezogen, nachdem sie und Manuel sich entschieden hatten, ihren zukünftigen Lebensweg gemeinsam zu gehen. Zugleich wechselte sie aus der Gemeinde Bochum-Gerthe im Bezirk Ruhr-Süd in die Gemeinde Dinslaken-Hiesfeld, Bezirk Dinslaken, der Heimatgemeinde von Manuel. Sandy war schon im früheren Bezirk Bochum, später Ruhr-Süd, als Sängerin, Instrumentalistin und Jugendbetreuerin in Gemeinde und Bezirk tätig. Ende 2023 empfing sie durch Apostel Thorsten Zisowski das Amt als Diakonin. Manuel Nitsch ist schon seit vielen Jahren als Diakon in der Gemeinde Dinslaken-Hiesfeld und zusätzlich seit Mai 2022 als Jugendbetreuer für den Bezirk Dinslaken aktiv.

Kennenlernen "Auf dem Heiligen Berg"

Und so lernten sich beide kennen: Beide nahmen an einer kirchlichen Veranstaltung unserer Gebietskirche für Jugendbetreuer und Jugendbetreuerinnen im Internationalen Evangelischem Zentrum Wuppertal "Auf dem Heiligen Berg" teil. Aus dem Kennenlernen wurde Zuneigung und Liebe und so schlossen Sandy und Manuel ihren Ehebund im Standesamt Dinslaken am 13.05.2026 im Beisein ihrer Eltern, Geschwister, Verwandten und enger Freunde. Fast wäre der Trausaal des Standesamts zu klein gewesen. Unter Applaus und Hochrufen der Anwesenden verließ das frisch vermählte Paar als Eheleute das Standesamt.

Einzug der Braut

Im Traugottesdienst am Freitag, 15.05.2026, sollte der Trausegen durch den Dienstleiter Priester Tobias Seiderer, ein enger Freund des Brautpaars aus der Gemeinde Voerde-Friedrichsfeld, gespendet werden. Überhaupt war der Freundeskreis von Sandy und Manuel sehr aktiv, sogar der mitwirkende Kinderchor bestand aus Kindern des Freundeskreises. Vor dem Traugottesdienst stimmte der gemischte Freundeschor, der Kinderchor und Orgel- und Pianomusik die anwesende Gemeinde auf das besondere Ereignis ein. Doch Bräutigam und Gemeinde mussten eine Geduldsprobe bestehen: die Braut verspätete sich unvorhergesehen.

Dann erschien sie und wurde von ihrem Vater Dirk unter den Klängen von Johann Pachelbel (Kanon in D-Dur, Klavier Daniel Wolter/Cello Alina Schiller) in das Kirchenschiff zu Ihrem Bräutigam geführt. In seiner Predigt hob Priester Seiderer hervor, was es bedeute, den Lebensweg gemeinsam zu gehen. Er verwandte für diesen Traugottesdienst das Bibelwort aus Richter 18,6: Der Priester antwortete ihnen: Zieht hin mit Frieden; euer Weg, den ihr geht, ist dem Herrn vor Augen. 

Der Weg der Liebe

Der Freundeschor, der den Traugottesdienst musikalisch gestaltete, trug nach dem Verlesen das Lied With you I can (Ergänzungsheft grün Nr. 17) vor. Priester Seiderer sprach sodann von einem Neubeginn des Brautpaars, einem neuen gemeinsamen Lebensweg. Wohin? so fragte er das Paar. Zu einem besseren Weg, auf dem man sich gegenseitig aus Liebe stützt. Er verwies auf das Hohe Lied der Liebe in Kapitel 13 des Korintherbriefs von Apostel Paulus und die dort beschriebenen Eigenschaften der Liebe und gab dem Brautpaar mit auf den Weg: Trachtet danach, den anderen glücklich zu machen! Im christlichen Sinn sei dieser bessere Weg der zur Wiederkunft Christi, legte Priester Seiderer sodann die Bibelstelle aus. 

Pflastersteine des Liebeswegs

Es sei einfacher und unbeschwerlicher, auf einem gepflasterten Weg sich fortzubewegen als auf einem unbefestigten Weg, so Priester Seiderer weiter. Und fünf unterschiedliche Pflastersteine der Liebe für den gemeinsamen Lebensweg empfahl er dem Brautpaar: den Stein der Geduld und des Vertrauens, den Stein der Treue zueinander, den Stein der Aufrichtigkeit im Umgang miteinander, den Stein des Verständnisses füreinander, welcher elementar und wichtig in einer Beziehung sei, sowie den Stein der Versöhnung, der immer wieder neu eingebaut werden müsse in den Lebensweg. Dann wird es einfacher, diesen Weg gemeinsam und freudig zu gehen, auch wenn man manche Wegabschnitte als Mensch nicht beeinflussen könne.

Priester Stefan Marschalleck aus der Gemeinde Hiesfeld, ebenfalls ein enger Freund des Brautpaars, betonte in seinem Predigtbeitrag, dass Gott das Brautpaar auf seinem gemeinsamen Lebensweg begleite, indem er auf die Bibelübersetzung Hoffnung für Alle (HfA) des Trauspruchs aus Richter 18,6 verwies: Der Levit ermutigte sie: Macht euch keine Sorgen! Der HERR weiß, was ihr vorhabt und wird euch beistehen.

Trausegen in der Gemeinde Dinslaken-Hiesfeld

Zur Spendung des Trausegens bat nun Priester Seiderer das Brautpaar vor den Altar und der Freundeschor sang einleitend zu dieser Segenshandelung May God shield me (Lieder zum Glauben Nr. 5). Priester Seiderer betonte in seiner Ansprache an das Brautpaar, dass Gott mit ihm sei und wies noch einmal auf das Hohe Lied der Liebe in 1. Kor. 13 hin. Die Wege des HERRN seien zwar unerforschlich, jedoch immer richtig. Und das Brautpaar solle gemeinsam den Weg zur Wiederkunft Christi gehen. Sodann erhielten die Brautleute zu ihrem Ehebund den Segen des dreieinigen Gottes durch Priester Seiderer.

Den Abschluss der feierlichen Handlung bildete der Kinderchor mit dem Liedvortrag Gemeinsam unterwegs (Gott ist da - Nr. 9), wo es heißt: Schritt für Schritt, so geh ich meine Straße. Geh doch mit, lass uns gemeinsam gehn. (Strophe 1) Und: Du und ich, wir gehn den Weg gemeinsam. Keiner muss den Weg alleine gehn. (Strophe 4) Der Refrain dieses Liedes wiederholt jeweils zum Ende hin die Aussage: Wir sind ganz sicher nie allein, denn Gott will immer bei uns sein. Und wenn wir gehn, geht er ganz leise mit. Wunderbar fasse das Lied der Kinder die Kernaussagen des Traugottesdienstes zusammen, so stellte Priester Seiderer bewegt fest.

Abschluss des Traugottesdienstes

Mit Gebet und Schlusssegen beendete Priester Seiderer sodann den Traugottesdienst. Ein letztes Mal nahm der Freundeschor vor dem Altar Aufstellung und trug das Lied Praise my God again (Amazing your grace Nr. 18) als Abschlusslied vor. Die Brautleute konnten sich anschließend über viele herzliche Glück- und Segenswünsche aller Anwesenden freuen und verließen durch ein Spalier von Gratulanten unter Applaus das Kirchengebäude. Dort erwartete Sandy noch eine freudige Überraschung: die Grundschulklasse, welche sie als Lehrerin in Bochum unterrichtet, war mit Eltern angereist, um ihr und ihrem Bräutigam zur Hochzeit zu gratulieren. Danach ging es zum obligatorischen Fototermin und zur Hochzeitsfeier.

16. Mai 2026
Text: H.W.

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