Bocholt, 20.07.2025. Am heutigen Sonntag besuchte Apostel Carsten Denker die Gemeinde Bocholt. In seiner Begleitung befanden sich der Bezirksvorsteher Bischof Michael Eberle, der stellvertretende Bezirksvorsteher Torsten Scheibenzuber und die Vorsteher der Gemeinden Dorsten und Dinslaken. 58 Gottesdienstteilnehmende waren vor Ort, weitere 5 waren per IPTV zugeschaltet.
Als Grundlage diente das Wort aus Apostelgeschichte 9, Vers 31:
„So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Judäa und Galiäa und Samarien und baute sich auf und lebte in der Furcht des Herrn und mehrte sich unter dem Beistand des Heiligen Geistes.“
Frieden in der Gemeinde
Nach dem hinführenden Vortrag des Chorliedes „Jesu Frieden sei mit allen“ wies der Apostel in seiner Predigt darauf hin, dass der Frieden ein menschliches Grundbedürfnis sei, das die Gemeinde mit Jesus Christus in wechselseitigem Verlangen verbindet. Leider lehre die Erfahrung nicht nur in der Gemeinde, sondern auch in Familie und Umfeld, dass der Friede durch einen Mangel an Kommunikation sehr zerbrechlich ist. Da seien uns die Kinder ein gutes Vorbild, bei denen es nur weniger Worte bedarf, um Harmonie und Frieden wiederherzustellen.
Eigenschaften des Friedens
Im Weiteren veranschaulichte der Apostel noch einmal die verständliche Furcht und große Skepsis, die Apostel Paulus als ehemaliger Christenverfolger in den Gemeinden vorfand. Doch gerade das Überwinden dieser Furcht bewirkte Frieden, Wachstum und gegenseitige Stärkung. Durch die Annahme des Gesandten konnte der Heilige Geist seine Wirksamkeit entfalten und Freude konnte an die Stelle von Sorgen treten. Die Gemeinde entwickelte Strahlkraft auch nach außen hin. Deshalb seien auch wir aufgerufen, unsere Herzen zu öffnen, um dem Heiligen Geist die Möglichkeit eines solchen Wandels zu verschaffen
In seinem Predigtbeitrag kennzeichnete Bischof Eberle die Befindlichkeit der damaligen Gemeinde als Zeitenwende: Altes und Trennendes fand nicht mehr statt, das gemeinsame Ziel blieb jedoch im Blick. Damit wurden Nebenschauplätze von Konflikten bedeutungslos und die Erfahrung des Segens und der Stärkung konnte gemacht werden. Deshalb gelte auch uns der Aufruf, nicht in Kleinigkeiten steckenzubleiben und das große Ziel stets vor Augen zu behalten.
Evangelist Bublitz wies im Mitdienen auf die Situation hin, als Jesus nach seiner Auferstehung in den Kreis der verunsicherten Jünger trat und mit den Worten „Friede sei mit euch“ eine sofortige Veränderung ihrer Befindlichkeit herbeiführte. Dieses Gefühl der göttlichen Einkehr wünschte er uns allen, damit auch wir Friedensboten sein könnten.
In der Vorbereitung auf das Heilige Abendmahl unterstrich der Apostel die Notwendigkeit eines bußfertigen Herzens und der Bereitschaft, an sich zu arbeiten, um zur Harmonie in der Gemeinde beizutragen. Für ein erfolgreiches Bemühen lege Jesus Christus seinen besonderen Frieden auf uns.
Ordination der Diakonin
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls führte der Apostel die Ordination von Lisa Reimer zur Diakonin durch. Er bezog sich auf das vom Chor vorgetragene Lied „O heil´ger Wille meines Herrn“ und unterstrich, dass sich in dieser Handlung der Wille Gottes offenbare, der großen Segen nach sich ziehe. Diese Zusicherung gab der Apostel der neuen Diakonin auf den Weg.
Der Gottesdienst endete mit Gebet und Segen. Abschließend wurde in einem Duett in sehr berührender Weise der irische Reisesegen vorgetragen. Im Anschluss konnte die Gemeinde noch der neuen Diakonin ihre Segenswünsche aussprechen.
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