Dinslaken. Nach 45 Jahren ehrenamtlicher Seelsorgetätigkeit wurde Evangelist Hartmut Wolter am Sonntag, dem 28. September 2025, in den Ruhestand verabschiedet. Im Gottesdienst in Hiesfeld mit Apostel Denker fanden auch noch weitere Handlungen statt.
Mehr als zwei Jahrzehnte leitete Hartmut Wolter die Gemeinde Dinslaken-Hiesfeld. Am 12. September 2004 hatte er diese Aufgabe übernommen. Die Ruhesetzung fand exakt 45 Jahre nach der Ordination zum Unterdiakon am 28. September 1980 statt. 1982 wurde er zum Diakon und Priester gesetzt, seit 2007 wirkte er als Evangelist.
Neben seiner seelsorgerischen Arbeit war er über Jahrzehnte als Öffentlichkeitsbeauftragter im Bezirk Dinslaken tätig – ein Engagement, das er auch im kirchlichen Ruhestand fortsetzen wird. Ebenso bleibt er im ökumenischen Bereich aktiv.
Dank für gelebte Treue
In der Ansprache zur Ruhesetzung würdigte Apostel Carsten Denker mit spürbarer Wertschätzung das langjährige Wirken des Evangelisten, der sich mit „jeder Faser seines Herzens“ dem Dienst am Evangelium und an den anvertrauten Gläubigen gewidmet habe.
„Du hast nach deinem Jawort bei der Ordination 45 Jahre lang ohne Wenn und Aber dazu gestanden“, so der Apostel. Sicherlich habe es in dieser Zeit auch Situationen gegeben, in denen er gehadert habe: „Aber du konntest dich immer auf die Treue Gottes verlassen – und er sich auf deine.“
Ein wahrer Vorsteher
Besonders hob der Apostel hervor, wie sehr sich Hartmut Wolter um die anvertrauten Seelen bemüht habe: „Du hast mir vor ein paar Tagen noch einige Zeilen geschrieben – und darin ging es nicht um dich, sondern um die Sorgen der dir anvertrauten Glaubensgeschwister.“ Das habe ihn beeindruckt und diese selbstlose Haltung sei das wahre Wesen eines Vorstehers: ein Mensch, der liebt, dient, trägt – und betet.
Abschließend dankte der Apostel auch Hartmut Wolters Ehefrau und Familie, die all die Jahre diesen Dienst mitgetragen hätten. Dann verabschiedete er den Evangelisten mit Gebet in den Ruhestand, verbunden mit dem Wunsch, dass Gottes Segen ihn und seine Familie weiterhin begleiten möge.
Neue Leitung für die Gemeinde
Als neuen Vorsteher für die Gemeinde Dinslaken-Hiesfeld beauftragte der Apostel Priester Carsten Meybohm. Dieser leitet bereits die Nachbargemeinde Dinslaken-Mitte. Unterstützt wird er künftig in Hiesfeld von Priester Ingo Schlecking als Vorstehervertreter. Apostel Denker sprach beiden Brüdern Mut zu: „Schaut auf die Größe Gottes, verlasst euch weiterhin auf seine Hilfe sowie seine Wege und vertraut ihm.“
Zugleich betonte er die Bedeutung der Seelsorge: „Seelsorge heißt nicht nur, sich um die Sorgen der Seele zu kümmern, sondern sie zu umsorgen. Schaut im Voraus, was eure Glaubensgeschwister brauchen.“
Bestätigung und Ordinationen für Dinslaken
Neben der Beauftragung der neuen Gemeindeleitung bestätigte Apostel Denker Diakon Niklas Berndt (25) für die Gemeinde Dinslaken-Mitte. Manuela Bopp (43) wurde zur Diakonin ordiniert, Tobias Jobski (44) empfing das Priesteramt.
„Gott hat euch gerufen und ausgerüstet. Er lässt euch nicht allein. Geht euren Dienst mit Freude, mit offenem Herzen – und habt ein sensibles Gespür für die Anliegen eurer Glaubensgeschwister“, gab der Apostel den drei Seelsorgern mit auf den Weg.
Dankbarkeit zeigen
Grundlage für den Gottesdienst und die Predigt an diesem Sonntag in Dinlaken-Hiesfeld war das Bibelwort aus 1. Mose 14,20b: „Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.“
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Dankbarkeit: Abram erkannte in seinem damaligen Erfolg nicht sich selbst, sondern Gottes Wirken. Dieses Bewusstsein führte ihn zu einer konkreten Handlung – dem Geben. „Dankbarkeit ist nicht nur ein Gefühl, sondern drückt sich durch Taten aus“, formulierte es Apostel Denker. Für das Glaubensleben heute bedeute das: „Auch wir wollen Gottes Segen anerkennen, dankbar sein und diese Dankbarkeit durch Hingabe und Dienst zeigen.“
Der Zehnte stehe dabei symbolisch für die Bereitschaft, sich mit dem Besten, was man hat, in den Dienst Gottes zu stellen. „Dabei geht es nicht nur um Materielles, sondern auch um Zeit, Kraft und Herzenseinstellung“, so der Apostel. „Ein zentrales Ziel bleibt dabei die Gemeinschaft mit Christus, in der wir wie Abram handeln – aus Liebe und Vertrauen, mit einem offenen und gebenden Herzen.“
Liebe als Angebot Gottes
In seinem letzten Predigtbeitrag als aktiver Amtsträger rückte Evangelist Hartmut Wolter den göttlichen Erlösungsplan in den Mittelpunkt: „Dieser besteht aus Liebe – und das ist ein Angebot an uns alle.“ Er ermutigte die Gemeinde, diese Liebe im Alltag wirken zu lassen: „Dann werden wir erleben: Er tut immer wieder neu Großes.“
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