Wesel, 20.11.2024. Am Buß- und Bettag, dem 20. November 2024, besuchte Apostel Carsten Denker die beiden Gemeinden Voerde-Friedrichsfeld und Wesel und feierte den Gottesdienst in Wesel.
Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Psalm 130,3:
„Wenn du, Herr, Sünden anrechnen willst – Herr, wer wird bestehen?“
Gott sein Herz öffnen
Der Chor leitete das Dienen des Apostels mit dem Lied „Gib mir dein Herz“ ein. Der Apostel nahm Bezug darauf und stellte den Gottesdienstbesuchern die Frage: „Bist du wirklich bereit dazu?" Gottes Liebe zu den Menschen sei unerschöpflich. Er liebe den Menschen auch, wenn er Fehler mache. Er höre nicht auf, um den Einzelnen zu werben und zu bitten: „Gib mir dein Herz“. Schön sei es, wenn der Gläubige sein Herz dem Werben und Wirken Gottes öffne.
Der Apostel berichtete von einem Gespräch mit einem Glaubensbruder, der in seinem Herzen einen innerlichen Abstand zu Gott gespürt hat. Obwohl er regelmäßig im Gottesdienst war, erreichte ihn Gott nicht mehr. Irgendwann war der Abstand so groß, dass er es nicht fertigbrachte, das gemeinsame Gebet des „Unser Vater“ mitzubeten. Da hörte er, dass ein kleiner Junge, vielleicht 6 Jahre alt, der hinter ihm saß voller Freude und sehr laut das Unser Vater mitsprach. Der Bruder hatte den Eindruck, der kleine Junge betete für ihn mit. Das gab ihm neue Kraft. Manchmal schicke der liebe Gott einen „Engel“, der uns die Kraft gebe, Gott das Herz zu öffnen und zu geben.
Sich als Sünder erkennen
Eingehend auf das Bibelwort erläuterte der Apostel die Situation, in der sich der Psalmdichter befunden hat. Er erkannte, dass er Sünder war, litt darunter und wusste, nur Gott kann ihm helfen. Daher wandte er sich Gott im Gebet zu.
Es ist Buß- und Bettag. Im Verhältnis zu Gott sei es auch heute wichtig, dass der Mensch sich als Sünder erkenne. Das sei nicht immer ganz leicht. Der Apostel erinnerte sich an einen Glaubensbruder, der im Gottesdienst darüber berichtete, dass er morgens aufstand, im Bad in den Spiegel schaute und feststellte, dass sein Aussehen tadellos war. Bis er das Licht einschaltete... Gott helfe unter dem Gnadenlicht Jesu Christi eine korrekte Selbstbeurteilung durchzuführen. Man erkenne Korrekturbedarf und wende sich Gott im Gebet zu. An der Bitte „Herr, sei mir Sünder gnädig“ könne und werde Gott nicht vorübergehen.
Nach einem Predigtbeitrag von Bischof Michael Eberle feierte der Apostel mit der Gemeinde das Heilige Abendmahl und beendete den Gottesdienst mit Gebet und Schlusssegen.
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