Dorsten, 13.04.2025. Am Palmsonntag erlebte die Gemeinde ein freudiges Ereignis: der stellvertretende Bezirksvorsteher, Evangelist Daniel Ansorge, nahm Michaela Bartels als neues Mitglied der Gemeinde Dorsten in die Gemeinschaft der Neuapostolischen Kirche auf. 81 Teilnehmer vor Ort, darunter vier Gäste sowie 22 Teilnehmer per IPTV und neun per Telefon verfolgten den Gottesdienst.
Als Grundlage diente das Bibelwort aus Matthäus 21, 10 - 11: Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Prophet Jesus aus Nazareth in Galiläa.
Evangelist Ansorge ging in seiner Predigt unmittelbar auf die Bedeutung des Palmsonntag und den Einzug Jesu in Jerusalem ein. Palmsonntag wurde ein Feiertag, weil etwas Besonderes geschehen war. Die Vorhersage eines Propheten war viele Jahrhunderte zuvor ergangen, es musste also nach göttlichem Willen so geschehen. Die Menschenmenge bejubelte Jesus. Sie sah in ihm einen Nachkommen Davids, also durften sie ihn König nennen. Das verstanden nicht alle Menschen sofort. Zwar hörten sie von einem besonderen Menschen, der Wunder geschehen ließ, dennoch blieb Unsicherheit. Er sei Jesus Christus, sagten die einen, er sei ein Prophet, sagten die anderen nach ihrem menschlichen Verstand.
Nicht für alle verständlich
Jedoch der Heilige Geist hat es sie später, und damit auch uns heute, besser gelehrt. Er lehrte, Jesus als den König des Reichs Gottes zu erkennen, der den Menschen offenbarte, wie sie zu Gott kommen. „Folget mir nach!“, so Jesu Worte. Ihn als einen Teil der Trinität Gottes zu wissen, der ihnen sagte: „Wer mich sieht, sieht den Vater“ oder „Gott ist Liebe und kein strafender Gott“, das war damals, wie auch heute, nicht verständlich für alle Menschen.
Der Leidensweg Christi begann
„Bist du der König der Juden?“, wurde er von Pilatus gefragt und Jesus antwortete wortkarg: „Du sagst es.“ Danach schwieg er. Der Heilsplan, Jesu Opfertod am Kreuz, seine Auferstehung nach drei Tagen und spätere Himmelfahrt mussten geschehen, damit der Mensch wieder zu Gott kommen kann. Denn es gibt nur diesen Weg über Jesus Christus, der aus der Gottferne in die Gottnähe führt, um dann einmal in vollkommener Weise in der Gemeinschaft mit Gott leben zu können.
Der Heilige Geist ist heute noch wirksam
Was bedeutet uns Karfreitag? Nehmen wir das Angebot Gottes auf, nehmen wir es an? Er möchte in deiner Seele wirksam werden, indem er den Heiligen Geist in dein Herzen einziehen lässt. Als seine Kinder in der heutigen Zeit soll die Liebe Christi in uns wirken und sich durch uns den Mitmenschen mitteilen.
Nachdem Diakon Stöwe und Ev. Bublitz die Gemeinde auf das Heilige Abendmahl vorbereitet hatten, folgten das "Unser Vater" und die Sündenvergebung.
Aufnahme von Michaela Bartels
Der Chor begleitete Michaela Bartels mit dem Lied „Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl …“ vor den Altar. Der Evangelist sprach sie mit liebe Michaela an, hieß sie am Altar Gottes herzlich willkommen, sprach über die Freude, dass sie ein Teil der Gemeinde werden möchte.
Die Zeit hatte sich verändert, besonders in den letzten fast zwei Jahren, in der sie, Michaela, den Herrn suchte, in der sie ihn bat, sich finden zu lassen, damit er ein Teil ihres Lebens werde. Heute weiß ich, ich mache keinen Fehler, sagte sie, nachdem sie die Gemeinde geprüft hatte, ob sie Gott hier fände und mit ihm Gemeinschaft haben könnte. Wenn man in einer Situation sei, wo man den Weg nicht weiß, dann sei Gott da, er wisse den Weg, wie es schon der Chor gesungen hatte.
Der Evangelist erinnerte an das Gleichnis mit der Frau, die Hilfe suchte und sich damit begnügen wollte, wenn sie wenigstens den Rocksaum des Gewandes Jesus anfassen könnte. Daraus versprach sie sich, gesund zu werden. Der Glaube habe ihr geholfen, durfte sie anschließend hören. So wie sie, Michaela, es jetzt auch hören wird: „Dein Glaube hat dir geholfen. Du wirst ihn erleben und spüren als Teil der Gemeinde.“
Er gäbe Zeichen der Liebe Gottes, ihn zu erleben und zu spüren. Wo sie Gott immer näher rücken werde und er einen ganz besonderen Stellenwert in ihrem Leben bekomme. Und er würde ihr auch Antworten geben. Warum? Sie sei eine Geliebte Gottes, Gott liebe den Menschen, so der Evangelist und verwies auf die Aussage des zuständigen Apostels Denker am vorhergehenden Mittwochabend in der Gemeinde Borken.
„Ja, was heißt denn das überhaupt?“, fragte sich der Evangelist und bat um eine Antwort. Und er bekam die Antwort aus Johannes 3,16: Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Es sei die besondere Zuwendung Gottes aus lauter Liebe, weil er sie als den Menschen liebt und sie gerufen hat, mit ihm Gemeinschaft zu haben. Diese Gemeinschaft will er mit ihr teilen, heute schon hier in der Gemeinde, aber insbesondere auch im Sakrament des Heiligen Abendmahls, indem er ihr Kraft in die Seele und Herz geben würde, damit der Glaube und die Beziehung zu Gott noch stärker werden und sie sich in seinen Armen geborgen fühlen könne. Diese Gemeinschaft will er mit ihr teilen, denn sie habe heute ein besonderes Glaubensbekenntnis abgelegt: ihren Glauben an Jesus Christus und seine Sendung des Apostolats auch heute.
Glaubensbekenntnis
Der Evangelist fragte Michaela Bartels nach ihrem Bekenntnis vor Gott und der stehenden Gemeinde zum neuapostolischen Glauben, ob sie Jesus Christus nachfolgen wolle und sich auf den Empfang des Heiligen Geistes durch das Wort Gottes vorbereiten lassen möchte? Nach ihrem „Ja“ erfolgten Gebet und die Aufnahmehandlung mit Segensspendung.
Anschließend wurde das Heilige Abendmahl gefeiert, danach der Gottesdienst mit Gebet und trinitarischem Segen beendet.
Die Gemeinde konnte nun ihr neues Mitglied Michaela Bartels herzlich willkommen heißen.
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