Friedrichsfeld 02.05.2024. Apostel Carsten Denker besuchte die Gemeinden Voerde-Friedrichsfeld und Wesel in Friedrichsfeld zum Mittwochsgottesdienst.
Am Anfang des Gottesdienstes sang der Chor das Lied: "Ins Wasser fällt ein Stein". Darauf ging Apostel Denker zunächst ein und machte deutlich, dass viele große Dinge selten mit einem Paukenschlag beginnen. Viele Dinge, die groß geworden sind, fingen im Gegenteil eher mit etwas sehr Kleinem an. So sollten sich die Gläubigen von einem kleinen Funken, der dann ein großes Feuer erzeugt, entfachen lassen, beispielsweise von dem Wirken Jesu oder von einem Gefühl.
Jesus habe viele Gleichnisse zum Beispiel vom Sämann, Unkraut & Weizen erzählt und dabei bewusst Beispiele aus dem täglichen Leben seiner Zuhörer genommen sowie diese erklärt und gedeutet. Jesus sei es darum gegangen, dass möglichst viele Leute die Gleichnisse verstanden.
Die Botschaft Jesu habe sich nicht geändert, auch wenn diese manchmal schwierig zu verstehen sei, so ist diese doch ein Funke, der ein Feuer entfachen kann und soll.
Danach ging Apostel Denker auf das Bibelwort zum heutigen Gottesdienst ein aus Matthäus 13,52: „Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt."
Liebe und Gesetz
Dieses Bibelwort bezog der Apostel auf die Gebote Gottes. Jesus hat alle Gesetze und Regeln der damaligen Zeit beachtet und keins übertreten, aber doch anders ausgelegt, da er die Liebe über alles gestellt hat. Die Botschaft der Liebe sei da eindeutig. Daraufhin stellte Apostel Denker die Frage in den Raum: „Wie sehen wir eigentlich unseren Glauben, Kirche und Gesetze? Spielen diese eine größere Rolle als die Botschaft Jesu Christi, als die Liebe Gottes?"
Jesus Christus möchte auch heute die Botschaft erneuern: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Regeln seien wichtig, aber die Liebe sei wichtiger. Sie sei der Wegweiser, die Orientierung gibt, erklärte der Apostel.
Jesus und die Schriftgelehrten
Bischof Eberle führte daraufhin weiter aus, dass Jesus von Schriftgelehrten und Jüngern des Himmelreichs gesprochen habe. Diese passen eigentlich nicht zusammen. Mit Jesu Hilfe könne aus einem Schriftgelehrten auch ein Jünger des Himmelreichs werden, wozu allerdings eine Entwicklung erforderlich sei.
Die Schriftgelehrten waren zwar sehr kundig in den Gesetzen, aber die Gesetze sollte man nicht so verbiegen oder etwas hineininterpretieren, dass es gut für einen sei. Jeder solle daher bei allem Tun darauf achten, dass es auch Gottes Wille sei und nicht eine eigene Interpretation.
Vor der Feier des Heiligen Abendmahls führte Apostel Denker aus, dass jeder lieber auf sich schauen solle und nicht auf andere. Auf andere zu schauen, bringe uns nicht weiter, sondern eher Schritte zurück.
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